Dr. Gina Sissoko, Psychologin, Psychotherapeutin und Forscherin an der Yale University, bringt kulturaffirmative Schwarze Psychologie in den deutschen Gesundheitsdiskurs.
Vorträge · Kurse · Ressourcen
„Ich bin auf einer Mission, Schwarze PsychologieDr. Gina Sissoko, Psychologin & Psychotherapeutin
in Deutschland sichtbar, zugänglich
und mainstream zu machen."
der Schwarzen Patient:innen mit Therapieerfahrung gaben an, dass ihre Rassismuserfahrungen nicht ernst genommen wurden. (Afrozensus, 2020)
der Schwarzen Befragten haben die Suche nach einem Therapieplatz ganz aufgegeben, besonders nach vorheriger Diskriminierung. (DeZIM NaDiRa-Panel, 2023)
Dr. Gina Sissoko, PhD · Psychologin & Forscherin
…war ich ein junges Schwarzes Mädchen, das in Deutschland aufgewachsen ist und sich in Systemen, die nicht für mich gemacht wurden, oft unverstanden fühlte. Aufgewachsen in Hamburg, mit Eltern aus Mali, Westafrika, habe ich am eigenen Leib erfahren, was es bedeutet, wenn Psychologie die eigene Realität nicht abbildet.
Die Datenlage ist eindeutig: Schwarze Menschen erfahren im deutschen Gesundheitswesen strukturelle Diskriminierung, Misstrauen und Verletzungen. Kulturell responsive, identitätsaffirmierende psychiatrische Versorgung bleibt weitgehend unterrepräsentiert.
Ich bin auf einer Mission, das zu ändern. Meine Arbeit konzentriert sich auf öffentliche Aufklärung und die Verbreitung psychologischer Erkenntnisse durch Social Media, Vorträge, Trainings und Workshops, immer mit dem Ziel, Schwarze Psychologie im deutschen Gesundheitssystem zu verankern.
Als Psychologin und Forscherin an der Yale University und Public Voices Fellow des OpEd Project beschäftige ich mich mit Colorismus, Gendered Racism, Mikroaggressionen, Trauma und der psychischen Gesundheit Schwarzer Frauen und Mädchen, in Wissenschaft und Praxis.
Schwarze Psychologie ist keine Nische. Sie ist Versorgungsgerechtigkeit. Sie fragt: Für wen wurde diese Psychologie eigentlich gemacht? Und was passiert mit allen, die darin nicht vorkommen?
Der Großteil psychologischer Studien basiert auf sogenannten WEIRD-Samples: weiß, westlich, gebildet, industrialisiert, reich. Was wir Psychologie nennen, beschreibt vor allem weiße Erfahrungen. Schwarze Menschen kommen darin kaum vor. Und wenn, dann oft als Problem oder Defizit.
Sie macht sichtbar, wie Rassismus, Diskriminierung und koloniale Geschichte in die psychische Gesundheit eingreifen. Sie bietet Konzepte, Sprache und Rahmen, die Schwarze Erfahrungen ernst nehmen: als Ausgangspunkt, nicht als Ausnahme.
In Deutschland gibt es kaum Therapeut:innen, die auf rassismusbezogene Erfahrungen spezialisiert sind. Schwarze Menschen suchen oft jahrelang nach einem passenden Therapieplatz oder geben ganz auf. Das ist kein individuelles Problem, sondern ein strukturelles.
Schwarze Psychologie schaut nicht nur auf Verletzungen. Sie fragt auch: Was macht Schwarze Menschen resilient? Welche Gemeinschaft, welche Kultur, welche kollektive Geschichte trägt? Heilung beginnt damit, diese Ressourcen zu sehen.
„Schwarze Psychologie fordert keine Sonderbehandlung, sondern Gleichbehandlung: gleiche Relevanz, gleiche Anerkennung, gleiche Sichtbarkeit."
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„Eine Psychologie, die Rassismus ignoriert, kann keine universelle Psychologie sein."
Dr. Gina Sissoko erklärt, was Mikroaggressionen wirklich bedeuten: von subtilen verbalen Verletzungen bis hin zu systemischen Mustern des Ausschlusses und der Entwertung Schwarzer Menschen.
→Dr. Gina Sissoko über Colorismus, Gendered Racism und mentale Gesundheit. Warum Heilung ein kollektiver Prozess ist und welche Rolle Community-Räume dabei spielen.
→Ich biete evidenzbasierte Vorträge, Trainings und Workshops zu den Themen Diskriminierung, psychische Gesundheit, Schwarze Psychologie und kulturaffirmative Praxis an.
„Ein herausragender interaktiver Vortrag zu Mikroaggressionen im Hochschulalltag, der die Teilnehmenden sofort an Board geholt hat! Dr. Gina Sissoko schuf einen vertrauensvollen und empowernden Raum, in dem Lernen, Reflektieren, Innehalten, Selbstwahrnehmung und der Austausch auf einzigartige Weise miteinander verbunden wurden. Mit ihrem fundierten Wissen und ihrer warmherzigen, nahbaren Art gab sie den Teilnehmenden konkrete Handlungsoptionen an die Hand und stärkte sie in vielerlei Hinsicht. Sehr zu empfehlen!"Wendy Stollberg, Freie Universität Berlin
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